BlognTalk – Was mir bei Rezensionen fehlt

mittlerweile habe ich sicherlich schon über 100 Rezensionen verfasst. Die Form meiner Rezensionen haben sich in den letzten zwei Jahren verändert, soeben auch deren Eckpunkte. Was jedoch stets beibehalten wurde, ist, dass meine Rezensionen stets spoilerfrei sein sollen – doch warum überhaupt?

Im Zuge dieses Gedankenganges habe ich das Prinzip von Rezensionen hinterfragt:

Warum schreiben ich überhaupt Rezensionen?

Weil ich Lesern mitteilen möchte, wie mir ein Buch gefallen hat. Bücher, die mir gefallen haben, empfehle ich herzlich weiter, während ich von anderen wiederum abraten möchte. Ich lese auch gerne die Empfehlungen anderer und bin somit schon auf echt tolle Bücher gestoßen!

Warum schreiben ich Rezensionen möglichst spoilerfrei?

Damit ich keinem potentiellen Leser die Vorfreude auf ein Buch nehme, indem ich wichtige Geschehnisse und Wendungen ausplaudere.

Doch wie kann ich ein Buch bewerten und meine Empfindungen ihm gegenüber zum Ausdruck bringen, wenn ich nicht wirklich darüber reden kann?

Hierbei wären wir bei einem großen Knackpunkt meiner Gedanken. Oftmals finde ich es schwierig eine Rezension zu verfassen, wenn ich über so vieles nicht reden darf. Dann sitze ich beispielsweise vor meinem Laptop und schreibe „Ich bin leider nicht mit der Protagonistin warm geworden [weil ich ihre Entscheidung, sich komplett devot ihm gegenüber zu verhalten, nicht nachvollziehen kann, mich ihre Naivität in Form von „Er liebt mich doch, er meint das nicht so“ lächerlich finde und mir die Stelle, an der sie trotz vorheriger Beleidigung dennoch zu ihm zurückkehrt, charakterlos finde]“. Oft möchte ich noch viel mehr sagen, mich noch mehr über die Charaktere und Geschehnisse auslassen, aber natürlich nicht zu viel verraten. Ich selbst möchte nämlich in Rezensionen auch nicht gespoilert werden. Die Frage, die sich für mich hieraus ergibt, ist, wie ich meinem Gesprächsbedarf gegenüber einigen Büchern gerecht werden kann, ohne Spoiler einzubauen?

Hierfür habe ich bisher stets Instagram genutzt. Auf #bookstagram tauscht sich die Community tagtäglich über Bücher aus und auch ich bin erfreulicherweise ein Teil davon. Doch seien wir mal ehrlich, wie genau sieht dieser Austausch aus? Schau ich mir die Kommentare unter den Bildern an, entsteht selten eine richtige Diskussion. Häufig bleibt es oberflächlich bei „Ich mag ihn auch nicht“ und das war’s dann. Natürlich freue ich mich über jeden einzelnen Kommentar, aber wie gesagt, ich möchte gerne diskutieren. Deshalb möchte ich zukünftig gerne mehr Diskussionen anregen. Zu einzelnen Büchern werde ich auf meinem Blog Diskussionsrunden eröffnen, wo wir uns, vorausgesetzt ihr habt es gelesen, herzlich darüber austauschen können. Auf unter einzelnen Posts auf Instagram werde ich zukünftig (natürlich mit deutlicher Kennzeichnung) zu hitzigen Diskussionen und herzlichem Spoilern einladen, um mehr Austausch auf dieser Plattform zu fördern.

Wie seht ihr das? Habt ihr auch Gesprächsbedarf oder reichen euch spoilerfreie Rezensionen aus? Hinterlasst mir gerne ein Kommentar. Ich bin gespannt auf eure Meinungen. ♥

Allerliebste Grüße

6 Comments

  • Janas.Booklove

    November 4, 2018 at 10:30 am

    Hey 🙂
    Toller Beitrag! Mir geht es beim Verfassen von Rezensionen auch so, dass ich eher oberflächlich bleibe, um ja nicht zu spoilern. Allerdings würde ich sooo gerne über dieses oder jenes mit anderen reden, weil es einfach raus muss 😀 Aus diesem Grund nehme ich oftmals auch an Leserunden teil, da man dort so richtig diskutieren kann. Dein Gedanke, über bestimmte Bücher auf dem Blog zu diskutieren, gefällt mir und ich wäre auf jeden Fall dabei! 🙂
    Liebe Grüße
    Jana von Janas.Booklove

    Antworten
    • Lovelyceska

      November 6, 2018 at 11:28 am

      Dankeschön für dein Feedback, Jana! Oh ja, in mir schlummert so einiges, was gerne raus möchte.^^ Leserunden finde ich prinzipiell auch interessant, nur ich find’s bisschen schwierig, dann zeitlich daran gebunden zu sein. 😀 Das freut mich sehr! <3
      Liebe Grüße zurück
      Jen

      Antworten
  • Neni

    November 4, 2018 at 4:49 pm

    Liebe Jen,
    mal wieder ein toller Beitrag! Ich finde es auch super schade, dass auf Bookstgram oft oberflächlich kommentiert wird. Ich habe daher Booktalks für mich entdeckt und auch schon 2 gemacht. Aber leider ist dort der Austausch auch nicht immer gegeben, wenn niemand kommentiert. :/
    Ich finde es aber wichtig, das Rezensionen spoilerfrei bleiben. Immerhin soll es auch ein Rat an den Leser sein, der das Buch eventuell noch lesen möchte. 🙂
    Ich bin gespannt was demnächst noch so kommt!
    Viele liebe Grüße
    Neni

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    • Lovelyceska

      November 6, 2018 at 11:31 am

      Liebe Neni,
      an den Kommentaren mangelt es zurzeit überall.^^ Hoffentlich kommt das jetzt in der Winterzeit wieder zurück. (: Das mit den Booktalks muss ich mir mal bei dir anschauen, das sagt mir leider gerade gar nichts. Ja, meine Rezensionen werde ich so wohl nicht ändern, denn wer mag schon Spoiler, haha. 😀
      Allerliebste Grüße zurück
      Jen

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  • Shellysbookshelf

    November 5, 2018 at 6:51 am

    Hey:)
    Mir fällt es tatsächlich recht schwer, spoilerfrei zu bleiben, vor allem, wenn das Buch kacke war. Meistens gehe ich bei „eigene Meinung“ dann etwad tiefer und der ein oder andere Spoiler ist dabei, ich schreib es aber in der Überschrift vorher dazu, damit kein Leser überrascht wird. Im Fazit gebe ich das Ganze nochmal spoilerfrei wieder und auch die anderen Abschnitte werden nicht groß gespoilert.
    Bei guten Büchern fällt es mir leichter, nur anzudeuten
    Liebe Grüße
    Shelly

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    • Lovelyceska

      November 6, 2018 at 11:34 am

      Hallo Shelly,
      haha, ich weiß genau, was du meinst!^^ Wenn ich ein Buch scheiße finde, will ich es aus aus dem Fenster schmeißen und allen erzählen, warum mich dieses Buch zur Weißglut gebracht hat. 😀 Noch schwieriger finde ich allerdings Rezensionen zu Büchern, die ich einfach okay fand. Da kann ich weder schwärmen noch mich beschweren.
      Liebe Grüße zurück
      Jen

      Antworten

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