„Im Enddefekt“ von Josephine Frey

»Wie wir schöne Worte, Essen und Orte nur fotografieren, um uns zu vergewissern, dass wir wirklich dort waren. Wie wir Leute hinter den ganzen Gefällt-Mir-Angaben kaum noch kennen, aber es wichtig ist, zu wissen, dass sie uns noch nicht vergessen haben.«

Buchdetails:

Originalausgabe – Autorin: Josephine Frey – Illustratorin: Clara Deitmar – VerlagUnsichtbar (03. März 2018) – Genre: Gegenwartsliteratur – Format: Schweizer Bindung – Buchlänge: 128 Seiten – Preis: 16,90 € – ISBN: 978-3957910738 – Erhältlich bei*Amazon / Unsichtbar

Über die Autorin:

Jahrgang 1997, hasst es, über sich selbst in der dritten Person zu schreiben. Hat sich nach einem Tag Jurastudium in Augsburg, einem Jahr in Bolivien und einem Grundkurs zur Sterbebegleitung für die Filmhochschule in München entschlossen. (Quelle: Unsichtbar)

Verwendet Instagram als Notizbuch (@josephineschreibt), wo sie beständig versucht, „Herz“ nicht auf „Schmerz“ zu reimen. Verliebt sich trotzdem ca. fünf Mal am Tag. (Quelle: Unsichtbar)

Klappentext:

Ich versuche, weniger nach Einsamkeit auszusehen,
schminke mir die Augen, lasse meine Haare glatt. Wenn ein Mann
große Hände mit schlanken Fingern hat, darf er mich damit anfassen
und neuerdings sieht man mir das an.

Ein wunderbares Erstlingswerk von Josephine Frey in einer wunderschönen schweizer Bindung mit Farbschnitt. Illustrationen von Clara Deitmar. (Quelle: Unsichtbar)

Meine Meinung:

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Die liebe Josephine hat mich erfreulicherweise auf ihr Buch aufmerksam gemacht, sodass ich mich im Rahmen von Rezensionen erstmalig auf das Genre Gegenwartsliteratur einließ. Das kleine Büchlein hat mich positiv überrascht. Die Gedankengänge kreisen größtenteils um die Themen Gefühle und Selbstfindung, aber auch andere werden kurz angeschnitten. Ich konnte viele tolle Stellen entnehmen und neue Perspektiven wurden mir eröffnet. Josephine schreibt einfach und vor allem bildlich. Alltagssituationen und Gefühle werden in passende Metaphern verpackt. Die Stimmung der Texte ist sehr melancholisch und bedrückend. Es stimmte mich traurig. Wenn ich daran denke, dass jemand solche Gedanken tagtäglich mit sich tragen müsste, würde ich diese Person einfach nur in die Arme schließen wollen.

Die kurzen Kapitel verleiten dazu, dass Buch in einem Rutsch durchzulesen, wobei kurze Lesepausen zum Nachdenken sicherlich sinnvoll wären. Die Illustrationen unterstreichen die Texte wunderbar, ich hätte sie nicht missen wollen.

»Ich will nicht sagen, dass du mich gefühllos gemacht hast. Aber nach deinem tat kein Name mehr weh.«

Fazit:

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Wer es mag, sich zu traurigen Deep Thoughts verleiten zu lassen, demjenigen kann ich dieses Büchlein empfehlen. Mich hat es auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt. Vollkommen ergreifen, konnte es mich allerdings nicht.

Note: 2-

Foto 17.03.18, 14 16 35

Auf der Leipziger Buchmesse 2018         ©Lovelyceska

Abschließend möchte ich mich vielmals beim Unsichtbar Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars bedanken sowie persönlich bei Josephine dafür, dass du mich auf dein Werk aufmerksam gemacht hast. ♥ Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.


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