„Veronika beschließt zu sterben“ von Paulo Coelho

»Als sie fast alles erreicht hatte, was sie vom Leben wollte, war sie zum Schluß gekommen, daß ihr Leben keinen Sinn hatte, weil alle Tage gleich waren. Und hatte beschlossen zu sterben.« 

Originaltitel: Veronika Decide Morrer – Autor: Paulo Coelho – Verlag: Diogenes (01. Mai 2007) – Gerne: Gegenwartsliteratur – Format: Taschenbuch – Buchlänge: 224 Seiten – Preis: 10,00 € – ISBN: 978-3257233056 – Erhältlich bei: *Amazon / Diogenes

Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane (insbesondere ›Der Alchimist‹, ›Veronika beschließt zu sterben‹, ›Elf Minuten‹, ›Untreue‹ und zuletzt ›Die Spionin‹) sind Weltbestseller, wurden in 81 Sprachen übersetzt und über 225 Millionen Mal verkauft. Die Themen seiner Bücher und seine Reflexionen regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen. (Quelle: Diogenes)

Die Geschichte einer unglücklichen jungen Frau, die sterben will und erst angesichts des Todes entdeckt, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und etwas riskiert. Ein wunderbares Buch über die Prise ›Verrücktheit‹, die es braucht, um den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen, und eine große Liebeserklärung an das Glück in jedem von uns. (Quelle: Diogenes)

Mein Arbeitskollege schwärmte ununterbrochen von einem begnadeten Autor namens Paulo Coelho. Auf seine Empfehlung hin habe ich mir mein erstes Werk von ihm gekauft: Veronika beschließt zu sterben. Der Klappentext konnte sofort mein Interesse wecken, denn es versprach eine Geschichte zu werden, die unter die Haut geht – und das tut sie auch.

Veronika beschließt mit 24 Jahren sich das Leben zu nehmen. Etwas gruselig fand ich es schon, dass ich das Buch genau an meinem 24. Geburtstag zu lesen begann, aber ich deute das jetzt mal nicht als ein schicksalhaftes Zeichen. ^^ Der Selbstmordversuch schlägt fehl, was zu einer Zwangseinweisung Veronikas führt. Doch wer jetzt Hoffnung hegt, dass die Protagonistin ihre Tat bereuen wird und erneut Lebenswillen schöpft, denn muss ich leider enttäuschen, denn ihr Selbstmordversuch zieht Konsequenzen nach sich. Veronikas Herz ist irreparabel geschädigt, sie hat nur noch wenige Tage zu leben und hier entfaltet sich die wunderbare Geschichte. Denn es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen sterben wollen und sterben müssen. Die Gedankengänge sind fesselnd und ein wenig frustrierend. Die Atmosphäre ist schwermütig und stimmt nachdenklich. In vielen Gedanken habe ich mich wiedererkennen können, was den Bezug zwischen Buch und Leser verstärkt. Drumherum gibt es noch weitere Charaktere, die Einblicke in ihre Lebensgeschichte gewähren, was die Geschichte schön abrundet.

[…] das Risiko eines Abenteuers ist mehr wert als tausend Tage Wohlleben und Bequemlichkeit.

Die Geschichte ist ergreifend, auch wenn man jetzt nicht gebannt mitfiebert oder Gefühlsausbrüche hat, konnte mich Veronikas Geschichte wunderbar zum Nachdenken anregen. Ein gutes Buch, was einen nicht mehr so schnell wieder loslässt. Ich denke, jeder kann sich etwas aus der Geschichte mitnehmen. Ich freue mich schon auf mein nächstes Werk von Paulo Coelho.

»Ich hätte verrückter sein sollen.« Doch wie die meisten Menschen entdeckte sie das zu spät.

Leseprobe


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